Da wird geschnackt – Bremens Erzählfestival
Immer wieder wird dem Norddeutschen nachgesagt, er sei nicht besonders gesprächig und verbringe seine Zeit lieber im stillen Kämmerlein. Dass das nicht stimmt, beweist Bremen jedes Jahr aufs neue, wenn es im November das internationale Erzählfestival ausrichtet.
„Feuerspuren 2010“ heißt es dieses Jahr und eingefleischte Fans fiebern dem Tag, an dem es soweit ist, schon lange entgegen. Am 7. November um 15 geht es los: Mehr als 50 Erzähler und Erzählerinnen aus aller Welt tragen im schönen Bremen ihre Geschichten vor. Die Besucher müssen nur noch kommen und zuhören. Ein Blick ins Programmheft macht deutlich: das Angebot ist überaus vielfältig und bietet wirklich für jedes Alter und jeden Geschmack ein attraktives Unterhaltungsangebot. Für die kleinen Besucher gibt es wunderschöne Kindergeschichten, während sich die Gruselfans nur wenige Meter weiter mit herrlich schaurigen Erzählungen unterhalten lassen können. Selbst was die Sprachen angeht, gibt es mehr als nur eine Wahl. Die Erzähler und Erzählerinnen kommen aus der ganzen Welt und tragen ihre Geschichten natürlich in der jeweiligen Muttersprache vor.
Wer mal einen Einsatz verpasst hat, muss sich auch nicht grämen, denn auch jenseits der offiziellen Erzählevents gibt es viel zu sehen und zu hören. Ganz spontan geben auf der Straße die Leute ihre Geschichten zum besten und so mancher schwört auf diesem Wege die besten Erzählungen der Welt gehört zu haben. Nebenbei wird gesungen und geklönt und – wie könnte es bei diesem Namen auch anders sein – Feuer gespuckt! Neben professionellen Shows können auch ganz frisch gebackene Feuerspucker, die erst im Vorfeld des Erzählfestivals in die hohe Feuerkunst eingeführt wurden, zeigen, was sie gelernt haben.
Wer am 7. November in Bremen und Umgebung ist oder es einrichten kann, dort hinzufahren, sollte sich also einen warmen Pulli anziehen und sich zur Lindenhofstraße, die Hauptschauplatz des Spektakels sein wird, begeben. Ihre Ohren werden es Ihnen danken!